

Menschen in Hochrisiko- und Einsatzkontexten arbeiten dort, wo außergewöhnliche Belastung Teil der Realität ist.
Wie psychosozial einsatzbereit ist Ihre Organisation?
Psychosozial einsatzbereit ist eine Organisation, wenn sie Menschen auf ihre Aufgaben in kritischen Lagen vorbereitet und klare Rollen, Vertretungen und verlässliche Unterstützungswege geschaffen hat.
Schwere Arbeits- und Einsatzunfälle, Gewalt- und Bedrohungslagen, Todesfälle, Suizidereignisse oder andere außergewöhnliche Ereignisse stellen Organisationen nicht nur operativ vor Herausforderungen. Sie treffen Menschen.
Ich bin überzeugt, dass Handlungsfähigkeit vor dem Ereignis entsteht. Deshalb unterstütze ich Menschen und Organisationen dabei, sich auf außergewöhnliche Belastungen vorzubereiten und im entscheidenden Moment auf klare Rollen und verlässliche Unterstützung zurückgreifen zu können.
Dafür habe ich P.E.U.N.T.® entwickelt. Das Gesamtsystem verbindet die Analyse kritischer Funktionen, die Vorbereitung von Schlüsselpersonen, die Einbindung psychosozialer Unterstützung und die regelmäßige Überprüfung der Einsatzfähigkeit.
Mein Ziel ist klar:
Psychosoziale Einsatzbereitschaft soll ein selbstverständlicher Bestandteil bestehender Sicherheits-, Einsatz- und Krisenstrukturen werden.
Damit Unterstützung nach einem kritischen Ereignis greifen kann, müssen Zuständigkeiten, Aktivierungswege und Übergänge zu professionellen Hilfen bereits vorher geklärt sein.
Psychologie im Einsatz verbindet dafür Ansätze aus Notfall- und Einsatzpsychologie, Arbeitspsychologie, psychosozialer Unterstützung, traumasensibler Praxis und Human Factors mit den konkreten Anforderungen von Hochrisikokontexten.
Ausgangspunkt sind die Menschen, die in kritischen Situationen handeln oder selbst betroffen sind, und die Bedingungen, unter denen sie ihre Aufgaben erfüllen und Unterstützung erhalten können.
Der Ansatz ist praxisnah, traumasensibel und organisationsspezifisch. Vorhandene Strukturen werden dort ergänzt, wo die Verbindung zwischen operativem Krisenmanagement und psychosozialer Unterstützung vorbereitet oder verbessert werden muss.
Eine Schulung allein schafft noch keine Einsatzbereitschaft. Entscheidend ist, dass Menschen, Rollen und Unterstützungswege zusammenpassen und ihre praktische Verfügbarkeit überprüft wird.
Handlungsfähigkeit entsteht vor dem Ereignis.