Echte Stimmen
Was zählt, ist das Erlebte – nicht das Erzählte.
Soldat (Erik, 49)
„Im Einsatz hatte ich einen Auftrag. Ich wusste, was zu tun ist. Zurück zu Hause sollte plötzlich wieder alles normal sein. Familie, Alltag, Freunde. Nur ich war nicht mehr derselbe. Auf den Einsatz war ich vorbereitet. Auf die Rückkehr nicht.“
– Soldat, Niedersachsen






Polizeibeamtin (Tanja, 49)
„Bei der Loveparade war irgendwann nichts mehr so, wie man es aus normalen Einsatzlagen kennt. Menschen überall, Hilferufe, Entscheidungen in Sekunden. Du funktionierst, weil du funktionieren musst. Erst später habe ich verstanden, dass der Einsatz für mich innerlich noch lange nicht vorbei war. Und manches davon ist es bis heute nicht."
– Polizeibeamtin, NRW
Führungskraft, Industrie
"Nach einem schweren Arbeitsunfall waren innerhalb weniger Minuten Rettungskräfte, Arbeitsschutz und Führung vor Ort. Organisatorisch hat alles funktioniert. Was wir nicht vorbereitet hatten, waren die Kollegen, die den Unfall unmittelbar miterlebt hatten. Wer spricht sie an? Wer bleibt bei ihnen? Und wer erkennt, wenn jemand mehr Unterstützung braucht? Danach war für uns klar: Auch dafür brauchen wir ausgebildete Peers und eine feste Struktur – bevor wieder etwas passiert.“
– Leiter Konzernsicherheit, Bayern
Leiter HSE, Energieversorger
„Nach einem schweren technischen Zwischenfall waren unsere Prozesse innerhalb von Minuten aktiviert. Technisch wussten wir genau, was zu tun war. Was wir nicht vorbereitet hatten, waren die Kollegen, die unmittelbar dabei gewesen waren. Da wurde mir klar: Versorgungssicherheit bedeutet auch, auf die Menschen vorbereitet zu sein, die sie jeden Tag gewährleisten.“
– Führungskraft, Energieversorger, Hamburg
Feuerwehrmann (Alexander, 39)
„Im Ahrtal gab es irgendwann keinen einzelnen Einsatz mehr. Es war einfach überall. Zerstörung, Menschen, die alles verloren hatten – und gleichzeitig funktionierst du weiter, weil du gebraucht wirst. Erst zuhause merkst du, dass manche Bilder mitgekommen sind.“
– Feuerwehrmann, Rheinland-Pfalz
Rettungssanitäterin (Ellen, 27)
„Wenn du jeden Tag für andere da bist, merkst du manchmal sehr spät, dass du selbst an deine Grenzen kommst. Entscheidend war für mich, dass das jemand gesehen hat.“
– Rettungssanitäterin, Rheinland-Pfalz





